Kunst Archiv 7

Kunst und Kultur: das ist kein Randgebiet kirchlicher Aktivitäten und schon gar kein Anhängsel in den vielfältigen gesellschaftlichen wie pastoralen Bemühungen der Kirchen in Deutschland. Es ist vielmehr ein wesentlicher Bereich im Gesamt des kirchlichen Lebens. Deswegen zeigt DOMPLATZ 5 immer wieder ausgewählte Kunstwerke und schafft so Begegnung von Mensch, Kunst und Kirche.

Birgit Eiglsperger, NIEDERBAYERN, farbiger Holzdruck auf Papier, 43x57cm, 2001 (Ausschnitt)

Im Prozess bildnerischen Schaffens setze ich mich mit Mensch und Natur auseinander. Am Anfang steht das intensive Studium der sichtbaren Welt. Ich erforsche Detailformen und Zusammenhänge, Farben und Licht, Strukturen und Texturen, Bewegung und Veränderung, Situation und Reaktion. Langsam entsteht eine Gestaltidee, in die meine Erfahrungen einfließen. Daneben entwickelt sich – manchmal mehr, manchmal weniger bewusst – eine inhaltliche Tiefenschicht, die – so hoffe ich – den Betrachter anrührt, bewegt, zum Nachdenken bringt. Es geht mir nicht um Knalleffekte oder poppige Pointen. Auch lasse ich mich nicht von Modeströmungen und Mainstream leiten. Ich suche das Allgemeingültige in scheinbar alltäglichen Gesten, verborgene Schichten in einem Gesichtsausdruck, einer Körperhaltung oder einem Landschaftsausschnitt. So wird mein Anliegen oft nicht unbedingt offensichtlich und sofort erkennbar, aber doch nachhaltig in Kontrast zur allgegenwärtigen, oberflächlichen Konsum- und Spaßkultur gesetzt.

Liz Zitzelsberger, ROTE HEIMAT, Acryl auf Leinwand, 115 cm x 100 cm, 2008 (Ausschnitt)

Liz Zitzelsberger spürt in ihren Bildern dem Phänomen „Landschaft“ nach. Dabei wagt sie sich seit geraumer Zeit in ihren Landschaftsbildern auf Pfade der Bilderfindung, die in der europäischen Malerei eine große Tradition haben, aus der sie souverän einzelne Aspekte herausgreift. Liz Zitzelsberger nun greift in dieser Entwicklungsgeschichte virtuos vor und wieder zurück, um ihrer individuellen Bildidee zu dienen, wobei die Genese des Bildmotivs einem werkimmanenten Rhythmus folgt. Es geht nicht um Erscheinungen der Natur oder die Wiedergabe der Landschaft im Detail, sondern um die Reflexion der persönlichen Erinnerung daran. Ihre Landschaftsbilder, die in horizontalen Schichtungen und Schattierungen angelegt sind, lassen sich als Gedanken- und Gefühlsskizzen lesen. Einmal Wahrgenommenes wandelt sich in einem Transformationsprozess zu inneren und äußeren Landschaften – innere Orte finden ein Außen und werden zu Modellen individuell verarbeiteter Wirklichkeit. Schicht um Schicht entstehen die Gemälde; Landschaft, Horizont und Himmel werden in horizontalen, subtil überlagernden Linien und Flächen umgesetzt.

Liz Zitzelsberger, AM KAP DER GUTEN HOFFNUNG I, Acryl auf Leinwand, 125 cm x 115 cm, 2010 (Ausschnitt)

Liz Zitzelsberger spürt in ihren Bildern dem Phänomen „Landschaft“ nach. Dabei wagt sie sich seit geraumer Zeit in ihren Landschaftsbildern auf Pfade der Bilderfindung, die in der europäischen Malerei eine große Tradition haben, aus der sie souverän einzelne Aspekte herausgreift. Liz Zitzelsberger nun greift in dieser Entwicklungsgeschichte virtuos vor und wieder zurück, um ihrer individuellen Bildidee zu dienen, wobei die Genese des Bildmotivs einem werkimmanenten Rhythmus folgt. Es geht nicht um Erscheinungen der Natur oder die Wiedergabe der Landschaft im Detail, sondern um die Reflexion der persönlichen Erinnerung daran. Ihre Landschaftsbilder, die in horizontalen Schichtungen und Schattierungen angelegt sind, lassen sich als Gedanken- und Gefühlsskizzen lesen. Einmal Wahrgenommenes wandelt sich in einem Transformationsprozess zu inneren und äußeren Landschaften – innere Orte finden ein Außen und werden zu Modellen individuell verarbeiteter Wirklichkeit. Schicht um Schicht entstehen die Gemälde; Landschaft, Horizont und Himmel werden in horizontalen, subtil überlagernden Linien und Flächen umgesetzt.