Kunst Archiv 3

Kunst und Kultur: das ist kein Randgebiet kirchlicher Aktivitäten und schon gar kein Anhängsel in den vielfältigen gesellschaftlichen wie pastoralen Bemühungen der Kirchen in Deutschland. Es ist vielmehr ein wesentlicher Bereich im Gesamt des kirchlichen Lebens. Deswegen zeigt DOMPLATZ 5 immer wieder ausgewählte Kunstwerke und schafft so Begegnung von Mensch, Kunst und Kirche.

Otto Baumann (1901-1992): Blick vom Herzogspark zum Dom


"Schon während seiner Oberndorfer Jahre begann Baumann, sich mit dem Regensburger Stadtbild zu beschäftigen und als er dann 1959 ganz nach Regensburg zurückkehrte, wurde für ihn, der immer vom Naheliegenden sich die Welt erschloss, die Stadt fast zwangsläufig zum bevorzugten Thema seiner Malerei. Eine Stadt wie Regensburg bot dafür viele Möglichkeiten. Anhand seiner Bilder lässt sich leicht rekonstruieren, wo Baumann seine Staffelei aufbaute. Am anziehendsten erwiesen sich für ihn immer wieder Standorte am Ufer der Donau. Wiederholt stand oder saß Baumann beim Herzogspark am nordwestlichsten Ende der ummauerten Altstadt, um von dort einen Überblick über die Stadt mit der Donau zur Linken zu gewinnen..."

zitiert aus: Dr. Werner Timm: Otto Baumann - Willi Ulfig - Kurt von Unruh, hrsg. von der Sparkasse Regensburg 1995, S. 14.

 

Manfred Bugl (*1942): Der Tag

Das hier gezeigte Werk "Der Tag" ist entstanden in der Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Thema "Schöpfung" und "Schöpfer".

Manfred Bugl lässt sich seit Beginn seines künstlerischen Schaffens faszinieren von der Großartigkeit und Erhabenheit der Schöpfung, ja seine Kunst sieht er als ein persönliches Hineintasten in die Schöpfung selbst. In diesem Zusammenhang sind im Jahr 2000 die Werke "Der Tag" und "Die Nacht! entstanden, in denen zum Ausdruck kommen will, dass der Mensch mit seinem Tag- und Nachtrhythmus in diesen gewaltigen Prozess des täglich Neuwerdens mit hineingenommen ist - auch nach der biblischen Erfahrung: "der Tag ist gekommen, die Nacht ist verschwunden."

Von sich selber sagt Manfred Bugl, er ist ein geführter Mensch. Geführt nicht nur in seiner menschlichen Existenz mit seinen Herausforderungen, Brüchen und Begabungen, sondern vor allem im künstlerischen Geschehen. Bugl möchte sich bei jedem seiner Bilder selbst hineinstellen in den Prozess des Erkennens und des Werdens, wobei es meist ein weiter Weg ist, bis etwas als vollendet bezeichnet werden kann.

Gerhard M. Prechtl (* 1951): Domfenster, 2003.

Geboren am 29. 9. 1951 in Regensburg
Studium der Architektur an der Fachhochschule Regensburg und an der Technischen Universität München
Autodidakt
Seit 1982 freischaffender Maler, Zeichner und Graphiker
Mitglied: BBK Ndb./Opf., Regensburg
Lebt in Regensburg  

 

 

 

 

 

Evita Gründler *1945): Regensburg - Friede auf Erden den Menschen, 2002

Biogramm

1945 geboren in Nienburg / Weser
ab 1967 intensive Auseinandersetzung mit der Malerei
seit 1988 Einzelausstellungen
1996 Erscheinen der mit 84 Bildern illustrierten ?Evita-Gründler-Bibel?
1997 Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde: 1. Frau weltweit, die eine Bibel illustrierte
2000 Teilnahme an der EXPO in Hannover im Pavillon der Hoffnung

Das hier gezeigte Gemälde wurde initiiert durch den Wunsch des Regensburger Oberbürgermeisters Hans Schaidinger, für ihn eine Weihnachtsgrußkarte zu gestalten. Daraus entstand dann ein Motiv, dass offiziell die Stadt Regensburg zu Weihnachten 2002 versandte. Daher fungierte der Fremdenverkehrsverein Regensburg e.V. als Herausgeber.

Eva Witt (*1934) o.T.

Vita

1934 in Berlin geboren
seit 1950 in Regensburg
Lehrerin für Textilarbeit, Dozentin für Erwachsenenbildung
Zeitweise freie Mitarbeiterin der Mittelbayerischen Zeitung zu sozialkritischen Themen
Mitbegründerin von PALLIAMO e.V.
intensives Engagement im Hospiz-Verein Regensburg

 

Nicht Ab-Bild - Sinn-Bild viel eher
Wortbilder als Denk-mal, Farbe als Empfindung
Erfahrenes, Erdachtes, Vergessenes
gegenstandsfrei umzusetzen im Spiel mit der Farbe -
nicht starke Buntheit, eher drei, vier Töne im Dialog
und immer die Suche nach dem Licht
das ist meine Art zu malen

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